Familie Brühl – seit 1497

Ein Name mit Tradition

Vielen ist der Name Brühl nicht zuletzt durch die monumentale Brühlsche Terrasse in Dresden bekannt, die der Minister zu seinen Lebzeiten anlegen ließ.

Ein Name mit TraditionErstmals urkundlich 1497 erwähnt

1497 erstmals urkundlich erwähnt, stammt die Familie Brühl aus Gangloff­sömmern in Thüringen. Der hübsche Ort mit seiner alten Kirche und dem einstigen Gut der Familie liegt etwa dreißig Kilometer nördlich von Erfurt.

Bekannt wurde die Familie durch das macht­volle Wirken von Heinrich Graf von Brühl (1700−1763), der zum einfluss­reichsten Mann im sächsi­schen König­reich aufstieg.

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Heinrich Graf von Brühl

Heinrich Graf von Brühl (1700−1763) war Minister bei August dem Starken, dann Premier bei dessen Sohn und Nachfolger August III. und bestimmte jahrelang nachhaltig die Geschicke des Landes. Zwischen der heutigen Familie und Heinrich Graf von Brühl liegen sechs Genera­tionen.

Lesen Sie dazu auch auf ZEIT ONLINE „Der Dresden­macher“, Leben und Schicksal des Grafen Brühl – der Mann, der Sachsens Elbme­tropole zur Weltkunst­stadt erhob, von Klaus Günzel.

Von Heinrich Graf von Brühl kreiert

Monumentale Brühlsche Terrasse in Dresden

Vielen ist der Name Brühl nicht zuletzt durch die monumentale Brühlsche Terrasse in Dresden bekannt, die der Minister zu seinen Lebzeiten anlegen ließ.

Heinrich Graf von Brühl erbat sich von seinem König das Bebau­ungs­recht für die Befes­ti­gungs­an­lagen, über deren Grenzen die Stadt längst hinaus gewachsen war, ließ die Zwischen­räume mit Sand und Schotter aufschütten und einen Lustgarten anlegen. Den Garten verband er durch eine schmale Brücke mit seinem Palais, das unmit­telbar angrenzte, und hatte so Zugang zu einem inner­städ­ti­schen Terri­torium erster Güte. Später schenkte der König seinem Minister den Rest der ehema­ligen Vertei­di­gungs­anlage, was Heinrich Graf Brühl die Möglichkeit gab, seinen privaten Garten großzügig auszu­weiten.

Die Terrasse prägt bis heute eindrucksvoll die Kulisse der sächsi­schen Metropole. Sie passt sich harmo­nisch in das große Ganze ein, ja, verbindet die einzelnen durchaus unter­schied­lichen Bauten, von denen einige wesentlich später entstanden, zu einem fried­lichen Ensemble. Es ist, als habe man von Anfang an so geplant.
Legendär war der Hass, den Friedrich II. von Preußen gegen den sächsi­schen Minister hegte. Das Brühlsche Palais in Dresden fiel während des Sieben­jäh­rigen Krieges den Plünde­rungen der preußi­schen Soldaten zum Opfer. Das Bellevue, ein kleines Schlösschen auf der Brühl­schen Terrasse, wurde auf Befehl des preußi­schen Königs zerstört. Während der Solda­ten­könig seinen Truppen Raub und Zerstörung gewöhnlich unter­sagte, befahl Friedrich, die Besitz­tümer Brühls, die Schlösser Grochwitz, Oberlich­tenau und Nischwitz zu plündern und das Inventar zu zerstören. Schließlich wurde das herrliche Schloss Pförten in der Nieder­lausitz angesteckt, nachdem sich die preußi­schen Soldaten an Inventar und den Vorräten berei­chert hatten. Pförten überstand die Brand­stiftung und kristal­li­sierte sich im 18. und 19. Jahrhundert zum neuen Lebens­mil­tel­punkt der Familie. Mit Aloysius Friedrich Graf Brühl, dem ältesten Sohn des Ministers, der 1785 in Pförten seinen ständigen Wohnsitz nahm, entwi­ckelte sich um den präch­tigen Bau mit dem weitläu­figen Parkan­lagen ein reges gesell­schaft­liches, kultu­relles und vor allem familiäres Leben.
Das Dasein der Brühls in Pförten fand 1945 ein jähes Ende. Die Familie musste fliehen und ließ bis auf zwei Gobelins alles zurück, nicht zuletzt das Schwa­nen­service, eines der berühm­testen Porzel­lan-­Ensembles der Meißener Ma­nu­faktur, das der Minister 1737 bei Johann Joachim Kaendler in Auftrag gegeben hatte. Dass einzelne Exemplare des ursprünglich über zweitausend Teile umfas­senden Geschirrs heute noch in Dresden zu besich­tigen sind, ist Direktor Karl Berling zu verdanken, der vor dem I. Weltkrieg eine Auswahl feinster Stücke als Leihgabe erbat, um sie im Dresdner Kunst­ge­wer­be­museum auszu­stellen.
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Nach dem Krieg stand das Schloss jahrzehn­telang leer und zerfiel zur Ruine. Ende des 20. Jahrhun­derts nahmen sich seiner einzelne Inves­toren nachein­ander an und machten das unwirt­liche Gemäuer allmählich wieder nutzbar. Dank Unter­stützung des polni­schen Denkmal­schutzes wurde dem zentralen Bau des Schlosses ein neues Dach aufge­setzt. In einem der beiden Seiten­flügel eröff­neten die Eigen­tümer Hotel und Restaurant Hotel Palac Brody

In zahlreichen inter­na­tio­nalen Garten­sym­posien widmeten sich Landschafts­ar­chi­tekten und Freizeit­gärtner aus Deutschland und Polen der Wieder­in­stand­setzung des weitläu­figen Schloss­parks. Dank großzü­giger Unter­stützung der Hermann Reemtsma Stiftung, Hamburg, konnte der Sarkophag im Park analy­siert, restau­riert und neu zusam­men­ge­setzt werden. Die tradi­tio­nelle Garten­skulptur stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde im April 2018 feierlich wieder­ein­ge­weiht.

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Moritz Brühl

Moritz Graf Brühl

Mauritius Graf von Brühl hat das Versi­che­rungs­ge­schäft von Grund auf gelernt. Nach der Ausbildung zum Versi­che­rungs­kaufmann bei der Bayeri­schen Beamten Versi­cherung in München wirkte der viermalige Famili­en­vater seit 1985 mit am Aufbau des Versi­che­rungs­maklers Hoesch & Partner GmbH in Frankfurt, wo er zuletzt als Prokurist arbeitete. 1995 gründete er GRAF BRÜHL Versicherungs­makler Frankfurt, die sich auf die Gebäude­versicherung für Gewerbe spezia­li­sierte und deren geschäfts­füh­render Gesell­schafter er heute ist.

Mauritius Graf von Brühl wuchs in einer Diplo­maten-Familie auf. Er wurde 1960 in Marseille geboren, besuchte von 1965 bis 1969 die Grund­schule Eaton House School in London. Es folgten Aufent­halte in Afrika und Brüssel, wo er 1979 an der Deutschen Schule sein Abitur ablegte. Nach seiner Ausbildung zum Offizier verließ er die Bundeswehr als Hauptmann d. Res.

Graf Brühl engagiert sich in vielfäl­tiger Weise ehren­amtlich. So ist er zurzeit Mitglied des Kurato­riums der Malte­ser­klinik in Bad Brückenau sowie Landes­be­auf­tragter des Malteser Hilfs­dienstes e.V. für das Land Hessen.

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