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Achtung Autofahrer: Marderzeit!

Im Juni und Juli haben Marder Paarungszeit. In den Vormo­naten liefern sich die männlichen Tiere ab April besonders aggressive Revier­kämpfe. Das sind die Wochen, in denen es bei dem ein- oder anderem Auto auch wieder zu durch­ge­bis­senen Kabeln kommen kann. Weiche Kunst­stoff- und Gummi­teile im Motorraum sind besonders häufig von Marder­bissen betroffen.

Entgegen der weitver­brei­teten Meinung sind diese Angriffe nicht das Resultat eines beson­deren Appetits. Marder sind neugierig und suchen gerne den Motorraum eines Autos auf. Kommt dann ein fremder Marder, riecht er den Vorgänger und will ihn vertreiben. Im Frühjahr sind solche Revier­kämpfe in vollem Gang und die Marder­männchen besonders beißwütig.

Teilkasko enthält bereits verläss­lichen Schutz

Doch zum Glück kann man sich gegen derartige Sorgen leicht versi­chern. Schon die Teilkasko enthält verläss­lichen Schutz bei Schäden an Verka­belung und Schläuchen eines Autos durch Marderbiss. Sie schützt auch bei Wild- und Bruch­schäden an der Verglasung, Diebstahl, Sturm ab Windstärke acht, Feuer, Hagel, Blitz­schlag und einigem anderen mehr. Eine Vollkas­ko­ver­si­cherung schützt darüber hinaus bei selbst­ver­ur­sachten Schäden am eigenen Fahrzeug.

Das gilt sogar für den Dienst­wagen. Ist er Teilkasko versi­chert, werden oben genannten Schäden voll und ganz übernommen. Gerade für neue und hochwertige Fahrzeuge empfiehlt sich daher diese Versi­cherung. Bei Leasing oder Finan­zierung des Firmen­fahr­zeugs ist sie in der Regel sogar vorge­schrieben. Im allge­meinen kommt der Arbeit­geber dafür auf. Die Firma zahlt alle Betriebs- und Unter­halts­kosten. Dazu gehören neben der Kraft­fahr­zeug­steuer Kosten für die Versi­che­rungen, Inspek­tionen und Repara­turen.

Mitar­beiter kann seinen persön­lichen Schaden­frei­heits­rabatt für Dienst­fahrzeug nutzen

Inter­essant daran ist, dass er Arbeit­geber die Möglichkeit hat, für den Firmen­wagen sogar den persön­lichen Schaden­frei­heits­rabatt des Arbeit­nehmers geltend zu machen. Der Mitar­beiter bringt seinen persön­lichen Freiheits­rabatt ein und kann diesen auch wieder mitnehmen, wenn er aus dem Unter­nehmen ausscheidet. Hierzu ist eine schrift­liche Verein­barung zwischen Arbeit­geber und Arbeit­nehmer notwendig, die der Versi­cherung vorgelegt wird. Für den Arbeit­geber bedeutet dies im Gegenzug lediglich, dass dieser Rabatt der Firma dann nicht mehr zur Verfügung steht.

Wichtig: Führer­schein regel­mäßig überprüfen!

Wichtig ist ferner, dass der Arbeit­geber verpflichtet ist, jederzeit ein schlüs­siges Konzept vorzu­legen, mit dem ihm der Nachweis seiner Sorgfalts­pflichten aus dem Straßen­ver­kehrs­gesetz möglich ist. Das betrifft insbe­sondere die Fahrerlaubnis des Arbeit­nehmers. Empfohlen wird, sie regel­mäßig zu überprüfen und diese Kontrolle schriftlich zu dokumen­tieren. Wird darauf nicht geachtet, kann es zu recht­lichen Konse­quenzen für den Arbeit­geber führen, denn verant­wortlich ist im Unglücksfall immer der Halter des Wagens, der zugelassen hat, dass jemand das Fahrzeug nutzt.

Sollte der Führer­schein nicht regel­mäßig überprüft worden sein, kann sich das auf die Versi­che­rungs­leistung auswirken. So muss der Versi­cherer gegenüber einem Dritten den Schaden ersetzen, kann aber dann beim Versi­che­rungs­nehmer Regress einfordern.

Achten Sie auf ganzjäh­rigen Versi­che­rungs­schutz

Was die Marder angeht, gibt es auch hier gewisse Einschrän­kungen. Nicht von allen Tieren dieser Spezies droht Gefahr. Allein der Stein­marder ist dafür bekannt, dass er sich an Kunst­stoff- und Gummi­teilen vergreift. Es lohnt sich also zu überprüfen, ob er in der Gegend, in der das Auto benutzt wird, überhaupt ansässig ist.

Gefährdet sind vor allem Fahrzeuge, die über Nacht im Freien abgestellt werden ferner Autos, deren Fahrer überdies zwischen unter­schied­lichen Orten pendeln. Bei Nutzern eines Dienst­wagens ist gerade letzt­ge­nanntes keine Seltenheit. Haben an beiden Orten unter­schied­liche Marder im Fahrzeug ihr jewei­liges Revier markiert, so versuchen die Tiere, dieses Revier zu vertei­digen: Beißat­tacken gegen Schläuche und Kabel sind die Folgen.

Schäden finden vor allem in der beschrie­benen „heißen Phase“ vor der Paarungszeit vermehrt auf. Verläss­licher Schutz ist aller­dings das ganze Jahr über ratsam. Wer achtet schon darauf, ob er seinen Wagen zufällig im Revier eines Stein­marders abgestellt hat. Und wer denkt im sonnigen Frühsommer gleich an Paarung.

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